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Gymnophilien

[es] Gymnofilia, gimnofilia ('gymnós [γυμνός]' - desnudo), Nudofilia: Gusto por el desnudo.
[en] Gymnophilia ('gymnós [γυμνός]' - naked): Fancy for Nudity.
[de] Gymnophilie (von Griech. 'gymnós [γυμνός]' - nackt), manchmal auch Nudophilie genannt ist die Leidenschaft für Nacktheit.

Gymnophilie ist auch ein Oberbegriff für Philien, die Nacktheit thematisieren.

Es gibt sowohl sexuelle als auch asexuelle (ohne sexuelle Gefühle) Gymnophilien.
Es gibt die verschiedensten Motive für asexuelle Gymnophilien: Retrophilie (>>siehe die Ursprünge des Wortes Gymnastik), Narzissmus, Individualismus, Idealismus (FKK, Naturismus, topfreedom), usw.
Das Hauptmotiv der sexuellen Gymnophilien ist natürlich eine Gymnolagnie (sexuelle Erregung durch Nacktheit). Allerdings kann Nacktheit auch nur ein Mittel sein, um anderen Lagnien (wie z. Bsp. Autagonistolagnie) Vorschub zu leisten. Autogymnophilien haben z. Bsp. eine Affinität zum Masochismus. Entsprechend sind Allogymnophilien typischer Bestandteil des Sadismus.

Gymnophilien lassen sich in drei Gruppen unterteilen:


Affinitäten:
Babyplay, Kratophilien


Links | Enlaces:
L Blog zu Autogymnophilie | Blog about autogymnophilia | Blog sobre autogymnophilia [en]
L Fotos zu Nacktreiten | Photos about nude horse riding | Imagenes sobre montar caballo al desnudo
L Angebote für Autogymnophile | Offers for autogymnophiles | Ofertas para autogymnofilicos [en]

Abasiophilie

[es] Abasiofilia: Interes en gente de movilidad reducida como personas en silla de ruedas, personas que llevan alguna ortesis, etc.
[en] Abasiophilia: Interest in people with impaired mobility.

Abasiophilie ist ein besonderes Interesse an Personen mit eingeschränkter Mobilität, im besonderen für Personen mit orthopädischen Hilfsmitteln, wie Orthesen, Gipsverbänden oder Rollstühlen.

Dieser Begriff wurde als erstes von John Money in einem Bericht von 1990 erwähnt.

Terminologie | Terminology | Terminología

Obwohl es verschiedene Fachtermini gibt mit denen sich die unterschiedlichen Sachlagen sehr genau spezifizieren ließen, werden diese willkürlich mal für diese mal für jene Sachlage verwendet. Dies führt zu Missverständnissen, Mehrdeutigkeiten (Unschärfen), Fehlschlüssen (Analogiefallen) und Begriffslücken. Dies ist dadurch bedingt, dass diese Begriffe oft im Zusammenhang stehen und sich nicht gegenseitig ausschließen. Es kommt sogar vor, dass alle Begriffe gleichzeitig zutreffend sind. Die folgende Auflistung gibt die Bedeutungsunterschiede wieder:
  • Philie (von griech. 'philos [φιλία]' Freund / Liebe (nicht-sexuell, z. Bsp. Bruder-/Nächstenliebe oder Gastfreundlichkeit))
    Übertragene Bedeutung: Freundlich zu (bzw. Freundlichkeit) oder interressiert an (bzw. Interesse).
    Beispiele: Hydrophilie, Francophilie.
    Als Antonym gilt die Phobie, obwohl eine Angst nicht exakt das Gegenteil darstellt.
    Beispiele: Hydrophobie, Klaustrophobie.
    Philien treffen Aussagen über Interessen oder Bevorzugungen nicht-sexueller Natur (ein Freund ist kein Liebhaber).
    [en] Philia: Non-sexual preference or interest.
    [es] Filia: Preferencia o interés non-sexual.
    • Gamie (von griech. 'gámos' Hochzeit)
      Übertragene Bedeutung: Offiziell verbunden (bzw. Lebensgemeinschaft) oder Fortpflanzungsbündnis (bzw. Befruchtung, Verschmelzung).
      Beispiele: Polygamie, Zoogamie.
      Gamien treffen aus semantischer Sicht keine Aussagen über sexuelle Neigungen (Lebensgemeinschaften werden nicht unbedingt aus Liebe geschlossen und erst recht nicht aufgrund von sexuellen Vorlieben).
    • Erastie (von griech. 'erastes [ἐραστής]' Liebhaber)
      Übertragene Bedeutung: Liebe zu ... (bzw. Liebe)
      Beispiele: Päderastie {oft falsch angewendet}.
      Erastien treffen Aussagen über Liebschaften (im 'romantischen' Sinn). Eine Liebschaft ist aber nicht gleichbedeutend mit einer sexuellen Neigung.
    • Tasie (von griech. 'tasis' Zuneigung)
      Übertragene Bedeutung: Neigung zu ... (bzw. Bevorzugung)
      Beispiele: Amelotatismus
      Tasien treffen Aussagen über sexuelle Präferenzen.
      [en] Tasia
      : Sexual preference or interest.

      [es] Tasia
      : Preferencia u interés sexual.
      • Lagnie (von griech. 'lagneia [λαγνεία]' Wollust)
        Übertragene Bedeutung: Lust an ... (bzw. Wollust).
        Beispiele: Urolagnie oder Algolagnie.
        Lagnien treffen Aussagen über besondere sexuelle Stimulanzien. Sexuelle Stimulanzien sind aber nicht mit Liebschaften (im 'romantischen' Sinn) gleichzusetzen.
      • Phagie (von griech. 'phageín [φαγεῖν]' essen, bzw. 'phagos [φαγον]' Fresser)
        Übertragene Bedeutung: Essen bzw. Fressen.
        Beispiele: Nekrophagie, Pantophagie.
        Phagien treffen Aussagen über Ess- bzw Fressgewohnheiten. Werden Phagien in sexuellen Zusammenhang gesetzt, beschreiben sie eine Praktik (es muss sich nicht um eine Lagnie handeln).
      • Manie (von griech. 'manía [μανία]' Raserei)
        Übertragene Bedeutung: Süchtig nach... (bzw. Bessenheit)
        Beispiele: Kleptomanie, Pyromanie.
        Eine Manie ist ein Zwang irgentetwas zu tun. Eine Manie an sich hat keinen Bezug zur Sexologie. Es gibt zwar auch sexuelle Manien, diese sind aber nicht mit sexuellen Vorlieben, Gelüsten oder Liebschaften gleichzusetzen. Manien sind wahnhaft und können sich zwar aus Vorlieben, Gelüsten oder Liebschaften entwickeln, können aber auch gänzlich andere Ursachen haben.
        Im Gegensatz zu Gamien, Philien, Lagnien oder Phagien sind Manien immer krankhaft.
        Sexuelle Manien müssen nicht parasexuell sein.

      Pädophilie & Pädolagnie sind zu unterscheiden.

      Pädophilie ist eine spezifische absolute Chronophilie.
      Wenn im Allgemeinen von Pädophilie gesprochen wird, wird meistens eine sexuelle Lust - also -lagnie und nicht -philie - gemeint (siehe auch Terminologie). Pädolagnie wird in fast allen Kulturkreisen als eine Paralagnie angesehen.

      Pädophil sagt erstmal nur aus, dass eine Gewogenheit (im Wortlaut Freundschaft) zu Kindern {Alterscodec: 2+3} besteht. Ähnlich einer Sammelleidenschaft (wie z. Bsp. die Philatelie) oder der Affinität zu bestimmten Ländern (wie z. Bsp. Francophilie), muss diese Philie nicht von sexueller Natur sein.
      Eine sexuelle Zuneigung (Pädotasie), muss - zumindest theoretisch - nicht zwangsläufig als pathologisch diagnostiziert werden. Theoretisch kann auch eine sexuelle Lust an Kindern (Pädolagnie) ausgelebt werden ohne dass jemand eine Verletzung irgendeiner Art (weder physisch noch psysisch, weder akut noch latent) erleidet. Wenn gleichzeitig keine psychische Störung vorliegt, also beispielsweise eine Zwanghaftigkeit, so müsste man aus medizinischer Sicht von einer nicht-pathologischen sexuellen Pädophilie (kurz: Pädolagnie) sprechen. Hierbei bleiben jedoch die Aspekte der sexuellen Integrität und das eklatante Risiko die ungestörte sexuelle Entwicklung und Empfindung des Kindes zu gefährden, sowie die Gefahr einer Beeinträchtigung der Willensbildung durch Ausnutzung von Abhängigkeiten unberücksichtigt.
      Deshalb erfüllt eine real ausgelebte {Auslebungscodec 2-6} Pädolagnie vollkommen zu recht (die Risiken sind unverhältnismäßig) in den meisten Ländern dieser Welt einen strafbaren Tatbestand. Obwohl der Zoosexualität (Sexualität mit Tieren) eine identische Problematik wie der Pädosexualität zugrundeliegt, sind dort jedoch in den aller meisten Ländern nur sadistische Praktiken strafbar.

      Anmerkung: Michael Jackson war ganz gewiss pädophil, aber ob er auch pädosexuell war ist gerichtlich nie erwiesen worden.

      Klassifizierungen
      Grad der Auslebung / Auslebungscodec

      Klassifizierung von Philien

      A Philie
      (nicht anormal, nicht krankhaft)
      Erfüllt Kriterium 1.
      B Pathologische Philie
      (nicht anormal, krankhaft)
      Erfüllt Kriterien 1 und 3.
      C Paraphilie
      (anormal, nicht krankhaft)
      Erfüllt Kriterium 2.
      D Pathologische Paraphilie
      (anormal, krankhaft)
      Erfüllt Kriterien 2 und 3.


      Kriterium 1:
      Es liegt eine Präferenz (Neigung) vor, die sich als ausgeprägte und wiederkehrende, Phantasie, dranghaftes Bedürfnis oder Verhaltensweise äußert.

      Kriterium 2:
      Es liegt eine Präferenz (Neigung) vor, die sich als ausgeprägte und wiederkehrende, Phantasie, dranghaftes Bedürfnis oder Verhaltensweise äußert, die auf irgendeiner Art 'anormal' ist.
      'Anormal' darf nicht mit krankhaft gleichgesetzt werden. Was lediglich von einer empirischen 'Norm' abweicht ist aus medizinischer Sicht noch lange nicht krankhaft. Der schwammige Ausdruck 'anormal' deutet an, dass es äußerst schwierig ist, zu definieren was alles als paraphil bezeichnet werden kann.

      Kriterium 3:
      Das Verhalten, das dranghafte Bedürfnis oder Phantasie führt in klinisch bedeutsamer Weise zu Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen eines Menschen oder Tieres.



      Pathologische Philien sind praktisch immer auch Paraphilien, weil krankhaftes immer auch anormal ist. Paraphilien müssen aber nicht krankhaft sein, genauso wenig, wie anormales immer krankhaft ist.
      Auch pathologische Paraphilien müssen nicht unbedingt immer behandlungswürdig sein.

      In vielen Fällen kann man nicht von einer psychischen Störung sprechen, sondern nur von einer "extravaganten Vorliebe". Die meisten als Paraphilie bezeichneten Vorlieben stören niemandes Psyche bzw. nur deshalb, weil sie von Eltern oder Gesellschaft entsprechend geprägt wurden.
      Deshalb dürfen aus medizinischer Sicht fast immer alle als Paraphilien dargestellte Vorlieben nur als Philien bezeichnet werden. Ob eine Philie paraphil ist oder nicht, ist nämlich nur eine subjektive Spezifizierung.
      Es ist Definitionssache, ob nicht auch das Ausleben einer gesetzlich verbotenen Philie, als paraphil zu bewerten ist. Pathologisch wäre sie im Grunde erst, wenn man deshalb verurteilt wird.



      I. Sexuelle Philien oder Lagnien

      I.A Lagnie
      (sexuell, nicht anormal, nicht krankhaft)
      I.B Pathologische Lagnie
      (nicht anormal, sexuell, krankhaft)
      I.C Paralagnie
      (anormal, sexuell, nicht krankhaft)
      I.D Pathologische Paralagnie
      (anormal, sexuell, krankhaft)


      Die sexuelle Fixierung auf alles, was kein lebendiger geschlechtsreifer Mensch ist als paraphil oder genauer als paralagnisch zu bezeichnen.
      Eine pathologische (krankhafte) Lagnie liegt dann vor, wenn sie eine Sucht ist oder Sex nur mittels der Lagnie erlebbar wird, beispielweise sich nur mit einem ganz bestimmtem Hilfsmittel - womit keineswegs nur etwas Materielles gemeint ist - Lustempfinden einstellt.

      Philien, Paraphilien, Lagnien, Paralagnien

      Philien
      griech. philos: der Freund
      Eine Freundschaft, Schwäche oder Leidenschaft für etwas, z. Bsp. Philatelie oder Frankophilie.
      Die diversen Philien sind Sammelbegriffe für bestimmte Praktiken oder Vorlieben, die untereinander eine gewisse Affinität aufweisen. Eine Philie gibt {meist} keinen Aufschluss über eine bestimmte Praktik oder Vorliebe.
      So ist jemand der urophil ist, noch lange kein urophage oder durch Golden Showers sexuell erregbar.

      Paraphilien
      griechisch pará [παραφιλία]: abseits oder neben
      Eine abartige oder abnormale Philie, z. Bsp. Sammler, die alles dafür tun, um ihre Sammlung zu vergrößern (wie Gesetze brechen oder sich völlig zu überschulden).

      Lagnien
      griech. Lagneia [λαγνεία]: Wollust
      Eine sexuelle Philie, z. Bsp. Urolagnie oder Algolagnie.
      Gewissermaßen eine Steigerung zur Philie. Gleichwohl gibt auch eine Lagnie {meist} keinen Aufschluss über eine bestimmte Praktik oder Vorliebe.

      Paralagnien
      Eine sexuelle Paraphilie / paraphilische Lagnie / sexuelle paraphilische Philie, z. Bsp. Sadistische Pädolagnie oder masochistische Apotemnolagnie.



      > Klassifizierungen> Codecs
      > Erläuterungen der Bedeutungsunterschiede am Beispiel der Paraphilie.

      Paraphilien, Paralagnien

      Paraphilie (griechisch παραφιλία, von pará, „abseits“, „neben“, und philía, „Freundschaft“, „Liebe“)
      Im Allgemeinen werden Paraphilien mit krankhaften sexuellen abartigen Vorlieben also pathologische Paralagnien gleichgesetzt. Es gibt jedoch auch Philien, die nicht sexueller Natur sind und analog auch Paraphilien die nicht sexueller Natur sind, weshalb zwischen Philien und Lagnien unterschieden werden muss (siehe auch Semantik der Terminologie). Auch müssen weder Paraphilien noch Paralagnien unbedingt krankhaft sein. Sie werden von Außenstehenden nur so empfunden und können deshalb für die Betroffenen eine Belastung darstellen. Dies kann dann zu 'Krankheiten' führen, muss aber nicht. Bleiben Paraphilien im Verborgenen, können die Betroffenen oft sehr gut mit ihnen Leben und umgehen.
      Im Gegensatz zu vielen Definitionen darf man nur dann von einer sexuellen Paraphilie (Paralagnie) sprechen, wenn das Kriterium 2 erfüllt wird: Es liegt eine Sexualpräferenz (sexuelle Neigung) vor, die sich als ausgeprägte und wiederkehrende, sexuell erregende Phantasie, dranghaftes sexuelles Bedürfnis oder Verhaltensweise äußert, die auf irgendeiner Art 'abnormal' ist. Allerdings darf mit 'abnormal' nicht mit krankhaft gleichgesetzt werden. Was lediglich von einer empirischen 'Norm' abweicht ist aus medizinischer Sicht noch lange nicht krankhaft. Der schwammige Ausdruck 'abnormal' deutet an, dass es äußerst schwierig ist, zu definieren was alles als paraphil bezeichnet werden kann. Jeder Mensch hat eine ganz persönliche Meinung zu dem was normal ist. Alle Philien, die das Potential haben negative Rückmeldungen aus dem Umfeld hervorzurufen (Isolation, Mobbing, Stigmatisierung usw.) und daher belastend sein können, können daher als Paraphilien angesehen werden.
      So kann man zum Beispiel die sexuelle Fixierung auf alles, was kein lebendiger geschlechtsreifer Mensch ist als paraphil oder genauer als paralagnisch bezeichnen.


      Medizinisch und im engeren Sinn, liegt nur dann eine pathologische Paralagnie vor, wenn das zuvor genannte Kriterium 2 krankhaft ist. Also dann, wenn auch noch Kriterium 3 erfüllt wird: Das Verhalten, das sexuell dranghafte Bedürfnis oder Phantasie führt in klinisch bedeutsamer Weise zu Leiden oder Beeinträchtigungen in sozialen, beruflichen oder anderen wichtigen Funktionsbereichen einer der beteiligten Menschen (Lebewesen).

      Eine pathologische (krankhafte) Lagnie liegt dann vor, wenn sie eine Sucht ist oder Sex nur mittels der Lagnie erlebbar wird, beispielweise sich nur mit einem ganz bestimmtem Hilfsmittel (damit ist keineswegs nur etwas Materielles gemeint) Lustempfinden einstellt.

      Pathologische Paraphilien müssen nicht unbedingt immer behandlungswürdig sein.
      In vielen Fällen liegt keine psychische Störung vor, sondern nur eine "extravaganten Vorliebe". Die meisten als Paraphilie bezeichneten Vorlieben stören niemandes Psyche bzw. nur deshalb, weil sie von Eltern oder Gesellschaft entsprechend indoktriniert wurden.
      Deshalb sollten aus medizinischer Sicht fast immer alle als Paraphilien dargestellten Tatbestände nur als Philien bezeichnet werden. Paraphilität an sich, sollte nicht darüber entscheiden, ob jemand in therapeutische Behandlung muss oder nicht.
      Es ist Definitionssache, ob nicht auch das Ausleben einer gesetzlich verbotenen Philie, als paraphil zu bewerten ist.

      Klassifizierung von Philien

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