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Hottentottenschürze (Hypertrophie der Labia minora)

[es] Hipertrofia de los labios menores
[en] Hypertrophy of  the labia minora, Hottentot apron


Eine Hottentottenschürze
[de] "Hottentottenschürze" ist ein abwertender Begriff für ein anatomisches Merkmal: Die Hypertrophie (Zellvergrößerung) der Labia minora.
Der eigentlich veraltete Begriff 'Hottentottenschürze' findet jedoch aufgrund seiner besseren Eingängigkeit noch heute in der Medizin Verwendung.

Etymologie

Der Begriff entstand in der ersten Hälfte des  19. Jahrhunderts als Bezeichnung für auffallend große weibliche Genitalien. Er geht auf die damals als "Hottentotten" bezeichneten, heute als Khoi-Khoi bekannten, im südlichen Afrika lebenden ethnischen Gruppen zurück, bei denen dies von einigen Medizinern und Anthropologen als Rassenmerkmal angesehen wurde.
Foto zweier San-Frauen mit sichtbaren

Ursachen

In Europa galten zu jener Zeit die als "Hottentottenschürze" bezeichneten verlängerten Schamlippen als pathologisch, beziehungsweise pathognomonisch, das heißt auf krankheitsverursachende Masturbation hinweisend. Dies ist natürlich absurd. Obendrein  wurde diese krankheitsverursachende Masturbation auch als Erklärung für die in Afrika verbreitete Genitalverstümmelung angeführt.
Wahrscheinlicher ist, dass in manchen Kulturkreisen in Afrika und der Südsee deutlich sichtbare Schamlippen ein Schönheitsideal sind oder waren. Ist ein Schönheitsideal über einen sehr lange Zeitraum vorherrschend, kommt es durch genetische Selektion zu einer Häufung von Menschen mit diesem bevorzugten Merkmal. Da im Falle der Labia minora starke Hypertrophien selten, aber keineswegs sehr selten sind, muss dieser Zeitraum noch nicht einmal als besonders lang angesetzt werden. Zudem wird immer auch auf künstliche Art und Weise versucht ein Schönheitsideal zu erreichen. Die Praxis die Schamlippen durch manuelles Strecken  zu verlängern ist noch heute bei vielen Völkern Südwestafrikas, z.Bsp. in Südafrika (Khoisan), Namibia [1], Lesotho (Basotho), Zimbabwe (Shona),  Mozambique (Tsonga), Tanzania (Karewe, Nyakyusa), Uganda (Baganda) und Ruwanda [2] (Tutsi) anzutreffen. Dass man extreme Hypertrophien der Labien (14-18 cm lange Schamlippen sollen festgestellt worden sein) nur bei sehr wenigen Kulturen gefunden hat, liegt mutmaßlich daran, dass genetische Selektion aufgrund eines Schönheitsmerkmals nur dann stattfinden kann, wenn dieses Schönheitsmerkmal auch im alltäglichen Leben wahrnehmbar ist und durch Endogamie gefördert wurde (auch bedingt durch Abgeschiedenheit, wie auf Inseln oder im Urwald). Damit die Labien im Alltag sichtbar bleiben, benötigt es einen ungenierten Umgang mit Nacktheit und einer konstant warmen Umgebung. Diese Bedingungen finden oder fanden sich nur in den Tropen.

Medizinischer Befund

Von einer Hypertrophie der Labia minora wird frühestens ab einer Länge von 3 cm und einem deutlichen Hervortreten vor den äußeren Schamlippen (Labia majora) gesprochen. Erst ab 4cm wird eine Operation als medizinisch gerechtfertigt betrachtet. Alles unterhalb 4cm wäre als Schönheitsoperation zu bezeichnen.
Detailzeichnung einer sogenannten Hottentottenschürze.

Schönheitsideal

Der omnipräsente Wunsch nach Jugendlichkeit leistet dem Schönheitsideal von kleinen Schamlippen Vorschub. Bedingt durch die Verbreitung von Medien vorallem westlicher Prägung ist eine globale Tendenz zu kleinen Schamlippen zu beobachten. Im Bereich der Erotika versucht man zudem eine möglichst große Zielgruppe anzusprechen; also auch Menschen mit pädophilen, hebephilen oder ephebophilen Neigungen. Jedoch gibt es auch viele Menschen, die große Labien als hocherotisch ansehen.

U Umfrage
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Kommentare:

  1. Umfrage: Große Schamlippen finde ich ...

    A Gut, geil, schön
    B Egal
    C Schlecht, uncool, häßlich

    Bitte gebt euer Alter, Geschlecht und sexuelle Orientierung zwecks statistischer Auswertung an. Danke

    AntwortenLöschen
  2. a mann hetero
    etwas sehr schönes

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  3. A, 42, m, hetero
    magageil

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