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Frauen mit drei echten Brüsten?

[es] Polymastia (del griego 'poly' – muchos y ‘mastos’ - pecho ): Mas de dos pechos.
[en] Polymastia (from the Greek 'poly' - many and ‘mastos’ - breast): More than two breasts or nipples.
[de] Polymastie
Es gibt sogar Frauen, die mehr als drei echte Brüste haben. Im Gegensatz zu der dreibrüstigen Prothese aus dem Film Total Recall mit Arnold Schwarzenegger, sitzen diese zusätzlichen Brüste (akzessorische Mammae, lat. Mamma accessoria) jedoch untereinander.
Ähnlich wie andere Säugetiere besitzt der Mensch sogenannte Milchleisten, die wie beispielsweise bei einem Schwein bilateral von der Achselhöhle bis zum Innenschenkel nahe der Genitalien verlaufen.
Entlang dieser Milchleisten besitzt der Mensch die Anlage von 10 Brustpaaren (bilaterale Mammarkomplexe). Diese bilden sich noch während der embryonalen Entwicklung (im dritten Monat) bis auf zwei Mammarkomplexe zurück. Bei einigen Menschen ist diese Rückbildung jedoch unvollständig und sie entwickeln daher zusätzliches Brustgewebe (akzessorisches Mammagewebe). Diese Anatomische Besonderheit, welche nicht krankhaft ist, wird als Polymastie bezeichnet. Sie kann sowohl bei Frauen als auch bei Männern vorkommen. Sie tritt beidseitig (bilateral) - jedoch nicht unbedingt symmetrisch - wie auch einseitig (unilateral) auf.

Polymastie fällt wie die Hypertrophie der Brust unter den Sammelbegriff Hypermastie. Ähnlich wie bei der Hypertrophie von Brüsten gibt es innerhalb der Polymastie weitere Spezifizierungen. Dabei wird die Anzahl der zusätzlichen Brüste bzw. die Vollständigkeit der zusätzlichen Brust bzw. Brüste bestimmt. Nach der 1915 von Kajava veröffentlichen Klassifizierung, die noch heute Gültigkeit hat, gibt es 8 Ausprägungen einer Brust:
  • Typ I
    Vollständiger Mammarkomplex (Mamma)
    mit Milchdrüse (lat. Glandula mammaria, griech. Mastos) und Brustwarze (Mamille, lat. Mamilla).
  • Typ II
    Milchdrüse, Nippel (Papille, lat. Papilla mammaria), kein Warzenhof (Areola).
  • Typ III
    Milchdrüse, Warzenhof (Areola), kein Nippel (Papille, lat. Papilla mammaria).
  • Typ IV
    Keine Brustwarze (Mamille, lat. Mamilla), nur Milchdrüsengewebe.
  • Typ V
    Komplette Brustwarze, bei zusätzlichem Fettgewebe statt Milchdrüse spricht man von einer Pseudomamma.
  • Typ VI
    Nur Nippel
  • Typ VII (Polythelia areolaris)
    Nur Warzenhof
  • Typ VIII (Polythelia pilosa)
    Ansammlung von Haarfollikel
Im Allgemeinen wird Kajavas System vereinfacht: Bei Vorhandensein zusätzlichen Milchdrüsengewebes (Typen I-IV) spricht man von Polymastie (Polymastia glandularis), in den anderen Fällen (Typen V-VIII) von Polythelie.

Da akzessorisches Brustgewebe viel weniger ausgeprägt ist als die originären (nomotopen) Brüste wird es oft nur bei symmetrischer Bilateralität

oder bei kompletter Mamille erkannt.

Von praktischer Bedeutung ist jedoch meist nur, ob eine Milchdrüse vorhanden ist (Polymastia glandularis). Denn diese reagiert genauso wie die Milchdrüse der „normalen“ (nomotopen) Brüste auf hormonelle Veränderungen, wie beispielsweise während dem Zyklus der Frau. Es kann ebenso erkranken.
Während einer Schwangerschaft wird auch dort Milch gebildet. Dies kann zu Schmerzen führen, wenn die Muttermilch wegen fehlendem Nippel (Typen III und IV) nicht abfließen kann. Es kommt aber auch vor, dass Milchkanäle von dem zusätzlichen Milchdrüsengewebe bis zur Brustwarze der nächstgelegenen Brust reichen und die Muttermilch dort entnommen werden kann.

Bei Polythelie wird diskutiert, ob sie öfter (23-27%) mit Anomalien der Harnwege (z.Bsp. mehrere Nieren) einhergeht.


Zahlen
Die Zahlen im Folgenden mit Vorsicht zu genießen. Oft ist nicht eindeutig, ob eine Unterscheidung zwischen Polymastie mit Milchdrüsengewebe (Polymastia glandularis) und Polymastie ohne Milchdrüsengewebe (Polythelia) getroffen wurde.

Polymastia glandularis kommt (je nach Studie) bei 2-6% der Frauen und 1-3% der Männer auf vor.
Polythelie kommt dagegen öfter bei Männer als bei Frauen vor. Die Studien weisen darauf hin, dass es erhebliche Unterschiede zwischen Volksgruppen gibt. Während Polythelie nur bei 0.22% des Ungarischen Volkes festgestellt wurde, läßt sich Polythelie auf 5,6% der deutschen Bevölkerung hochrechnen.
Polymastia glandularis soll anscheinend bevorzugt an der linken Körperseite vorkommen. In 66% der Fälle von Polymastia glandularis handelt es sich um eine, in 33% der Fälle 2, nur sehr selten mehrere (bis 10) zusätzlichen Brüste.  Ähnliches gilt für Polythelie, dort meinen manche jedoch eine Bevorzugung der rechten Körperhälfte zu registrieren.
Während sich an der Achsel allein 20% der akzessorischen Mammae (Polymastia glandularis) befinden sollen, sollen sich akzessorische Nippel (Polythelia) nur zu 13% überhalb der nomotopen Brüste befinden. 67% der akzessorischen Mammae (Polymastia glandularis) sollen sich entlang der Milchleiste am Torso unterhalb der nomotopen Brüste finden lassen. Der Rest verteilt sich auf die übrigen möglichen Orte entlang der Milchleiste.


Weitere Beispiele

Typ IV unter der Achsel einer 30jährigen Frau in der vierten Schwangerschaftwoche
Typ VI unter der rechten Brust eines Jugendlichen

In der Literatur finden sich auch die Begriffe 'Mamma aberrata', 'Mamma erratica' und 'ektopisches Mammagewebe'. Diese Begriffe werden selbst von Ärzten manchmal falsch angewendet. Diese Termini bezeichnen nämlich die noch selteneren Fälle, an denen sich Brustgewebe an Stellen abseits der Milchleiste befindet. Dies rührt daher, dass die Begriffe ektopisch und aberrata, welche mit abseitig bzw. verirrt übersetzt werden können, auch im Zusammenhang mit anderen am falschen Ort vorkommenden Körperteile verwendet werden. In den meisten dieser anderen Fälle, handelt es sich jedoch um eine echte Missbildung, während es sich bei einer Polymastie entlang der Milchleisten, um eine artenspezifische Veranlagung handelt.
Eine Mamma aberrata oder ektopisches Mammagewebe kann quasi überall vorkommen: Gesicht, Nacken, Oberarm, Schulter, Brust, Rücken, Hüfte, Po, Vulva, Perineum, Oberschenkeln oder Fußsohle.
  • Auf der Fußsohle:


  • Auf der Schulter:


Kategorisierung:
Hypermastie/Polymastie/Polymastia glandularis, Polythelia


Berühmte Leute mit Zusatznippel:
Sängerin Lily Allen, Schauspieler Zac Efron, Schauspieler und ehemaliges Foto-Modell Mark Wahlberg (hat es in den Werbefotos für Calvin Klein retouchieren lassen), Country-Sängerin Carrie Underwood (hat ihr "Muttermal" entfernen lassen).

L [en] Mehr zu Stars mit extra Nippel | More about celebs with extra nipples | Mas acerca celebridades con politelia
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