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Dogging

[es] Perrear (de ‘perro’): La práctica de tener sexo en público.
[en] Dogging (either from ‘to dog somebody’ or the unhibited behavior of dogs):  sexual activities in public or the observing these.
[de] Dogging (aus dem Englischen „to dog“ – wie ein Hund tun) ist die Praktik sexuelle Tätigkeiten in Öffentlichkeit auszuführen.
 

Eine deutsche Entsprechung zu Dogging könnte "Hündeln" sein.

Dogging
Dogging ist eine Praktik des Voyo-Exhibitionismus, bei der Menschen absichtlich in Kauf nehmen von anderen Personen beim Sex gesehen zu werden. Als Dogger werden manchmal auch die Personen bezeichnet, die gezielt Menschen beim Sex im öffentlichen Raum beobachten. Zur besseren Unterscheidung  werden diese Personen im weiteren Artikel als Doggingvoyeure bezeichnet.

Etymologie
Es gibt mehrere Versionen für die Entstehung des Begriffs Dogging.
Im allgemeinen englischen Sprachgebrauch bedeutet „to dog somebody“ jemanden verfolgen. Sehr wahrscheinlich war die ursprüngliche sexuelle Bedeutung von „dogging“ daher einem Paar aus voyeuristischen Antrieben zu folgen, um dieses beim Sex zu beobachten. Früher suchten Paare meist nicht aus einem paraphilem Antrieb heraus öffentliche oder halböffentliche Orte für Sex auf, sondern aus Mangel an häuslicher Privatsphäre (Großfamilien) oder restriktiver Erziehung (kein Sex vor der Ehe). In Städten waren Parks oft die die einzigen Orte, die die dafür notwendige Abgeschiedenheit aufwiesen. Nach weniger wahrscheinlichen etymologischen Varianten diente das Ausführen von Hunden [en walking the dog] sowohl den Pärchen (wonach die Sexhabenden die Dogger sind) als auch den Voyeuren (wonach die Doggingvoyeure die Dogger sind) als Vorwand, um die Parks aufzusuchen.

Hintergrund und Auslebung
Dogging wird aus einer Vielzahl unterschiedlichsten Antrieben (z. Bsp. Agoralagnie, Paralagnie, Exhibitionismus oder Autagonistolagnie) begangen oder auch, weil es andere Vorlieben wie Kandaulismus befriedigt.

Softswinging besteht oft nur aus "Softdogging"
Dogging stellt eine gesteigerte oder spontanere Form des Softswinging dar. Beim Softswinging kommt es im Gegensatz zum Swinging zu keinem echten Swing also Partnertausch; die festen Sexpartner haben meist lediglich Sex in Anwesenheit anderer gleichgesinnter Paare an dem privaten Ort eines Swingerclubs.
Softswinging ist damit eigentlich nur eine weniger öffentliche Form von Dogging.
In der Regel sind die aktiven (exhibitionistischen) Dogger meistens Lebenspartner oder feste Sexpartner. An einschlägig bekannten Doggingorten ist es jedoch auch möglich, dass eine Einzelperson sich beim Masturbieren beobachten lässt oder einen Beobachter zum gemeinsamen Sex auffordert.

Auch Troilisten, Swinger, Serien- und Gruppensex-Fetischisten machen sich Dogging zunutze, um ihren teilweise schwierig auszulebenden Fetischen nachgehen zu können. Im Rahmen von Dogging lassen sich zuvor genannte Praktiken völlig unverbindlich, anonym und spontan durchführen.
 

Manche Dogger suchen gezielt Orte auf – heutzutage meistens Parkplätze –, die dafür bekannt sind für Dogging genutzt zu werden. Oft geschieht Dogging in Autos, da dies eine gewisse Rechtssicherheit, Schutz, Ungestörtheit, Sauberkeit und nachts Beleuchtung bietet.
Andere Dogger verabreden sich in entsprechenden Internetforen oder kündigen das Schäferstündchen mit dem Partner vorher im Internet an. Dies hat den Vorteil, dass dort Angaben zum Grad der gewünschten Einbindung gemacht werden kann.


Grad der Einbindung der Außenstehenden
Die aktiven Dogger binden die
Passanten bzw. Doggingvoyeure unterschiedlich weit ein: 
  1. Die Passanten sollen nicht wissen, dass sie Sex haben; 
  2. Die Passanten sollen wissen, dass sie Sex haben, aber nicht dabei zuschauen;
  3. Die Passanten sollen beim Sex zuschauen;
  4. Die Passanten sollen die Dogger beim Sex anheizen;
  5. Die Passanten sollen am Sex teilnehmen.
In der Regel tifft Fall 3 zu. Für jeden Fall gibt es bestimmte Merkmale:
In Fall 1 suchen die Dogger keine bekannten Doggingplätze auf. Die Sexpartner verhalten sich unauffällig, sind tagsüber bekleidet. Sind sie im Auto ist kein Licht an, Türen und Fenster geschlossen.
Fall 2 findet vor allem tagsüber statt. Die Sexpartner suchen keine bekannten Doggingplätze auf und positionieren sich nicht exponiert. Es ist erkennbar, dass die Sexpartner Sex haben, sie sind jedoch meistens fast vollständig bekleidet.
In Fall 3 findet der Sex meist im Auto an einem für Dogging
bekannte Ort statt. Nachts ist die Innebeleuchtung an; Türen und Fenster sind geschlossen. Die Sexpartner sind nicht vollständig bekleidet.
Fall 4 ist ähnlich Fall 3, jedoch ist das Radio aus und die Autofenster teilweise geöffnet.

Fall 5 ist identisch mit Fall 3, außer dass die Autotüren geöffnet sind.

Beim Softswinging hat jeder Club seine eigenen Regeln.

Affinitäten
Agoralagnie, Softswinging, Kandaulismus, Paralagnie, Exhibitionismus, Agonistolagnie

Einordnung
Praktik/Voyo-Exhibitionismus/Dogging


Anmerkung
Im Deutschen steht der Begriff Dogging auch für Sport mit Hunden. Es ist ein Scheinanglizismus von 'dog jogging', welches auf die originäre und auch gängigste Sportart (mit Hund) hindeutet.


L A few very short shortstories <www.dogging-central.com> [en]

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